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Planung und Kosten · Überblick

Was kostet eine Website? Preise, laufende Kosten und wie Sie Ihr Budget richtig planen

Von Christoph Weingärtner5. Oktober 202628 Min. Lesezeit

Preisschild neben einem Browserfenster mit Website-Entwurf, daneben Taschenrechner und Kostenaufstellung: Website-Kosten im Überblick

Eine Website kostet 2026 zwischen weniger als 100 € im Jahr für einen selbst gebauten Baukasten und mehreren Tausend Euro einmalig, wenn ein Profi sie erstellt. Dazu kommen laufende Kosten von wenigen Euro bis etwa 50 € im Monat für Domain, Hosting und Postfächer. Welcher Betrag für Sie realistisch ist, hängt weniger am Design als an drei Fragen: Wer schreibt die Texte, wer kümmert sich um die Technik und soll die Website Anfragen bringen?

In diesem Leitfaden zerlege ich die Website-Kosten in ihre Posten, zeige aktuelle Preise der großen Anbieter mit Stand Oktober 2026 und rechne Beispiele durch. Am Ende wissen Sie, welches Budget zu Ihrem Vorhaben passt, und können es mit dem kostenlosen Excel-Rechner selbst kalkulieren. Wenn Sie vor allem überlegen, ob Sie selbst bauen oder bauen lassen, lesen Sie ergänzend meinen Vergleich Website-Baukasten oder Webdesigner.

Was kostet eine Website? Die Kurzantwort in einer Tabelle

Die Spanne ist groß, weil hinter dem Wort „Website“ sehr unterschiedliche Leistungen stecken. Eine Visitenkarte mit drei Seiten hat mit einem Firmenauftritt mit Terminbuchung, Fachartikeln und mehreren Sprachen wenig gemeinsam. Die folgende Übersicht ordnet die vier üblichen Wege ein. Die Baukasten-Preise stammen von den Anbieterseiten (Stand Oktober 2026), der Stundensatz aus dem Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap.

Weg Einmalige Kosten Laufende Kosten Passt für
Baukasten, selbst gebaut 0 € plus Ihre Zeit etwa 7 bis 40 € im Monat Gründung, Nebenerwerb, reine Online-Visitenkarte
WordPress, selbst gebaut 0 € bis wenige Hundert Euro für Theme und Plugins Hosting ab 5 € im Monat nach Aktionszeitraum, plus Pflege Technisch Interessierte mit Zeit
Freelancer oder Agentur nach Stunden Stundenzahl mal Stundensatz, im Schnitt 103 € pro Stunde Hosting, Wartungsvertrag nach Vereinbarung Individuelle Projekte mit klarer Planung
Festpreis mit Entwurf vorab bei siteerstellen.de ab 1.000 € Domain und Hosting Betriebe, die Anfragen wollen und wenig Zeit haben

Zwei Dinge fallen bei dieser Tabelle oft unter den Tisch. Erstens Ihre eigene Arbeitszeit: Ein Baukasten ist günstig, aber er schreibt keine Texte und plant keine Seitenstruktur. Zweitens der Nutzen: Eine Website, die keine Anfragen bringt, ist auch für 150 € im Jahr zu teuer. Eine, die jeden Monat zwei Aufträge auslöst, ist auch für 3.000 € günstig. Beides rechne ich weiter unten durch, ebenso die Kosten je Website-Typ: Erstellen lassen liegt eine Website mit fünf Seiten rechnerisch bei etwa 1.500 bis 2.600 €, eine Firmenwebsite mit acht bis zwölf Seiten und Texten bei gut 4.000 €.

103 €durchschnittlicher Stundensatz von Freelancern im deutschsprachigen RaumQuelle: freelancermap, Freelancer-Kompass 2026
1,30 €pro Monat kostet eine .de-Domain bei IONOS nach dem ersten JahrQuelle: IONOS, Oktober 2026
40,1 %aller Websites laufen mit WordPress, Wix folgt mit 4,2 %Quelle: W3Techs, 05.10.2026

Homepage-Kosten für Selbstständige und kleine Betriebe

Ob Sie „Homepage“ oder „Website“ sagen, macht für die Kosten keinen Unterschied. Gemeint ist fast immer dasselbe: ein Internetauftritt mit Startseite und Unterseiten. Für Selbstständige und kleine Betriebe sieht der typische Umfang so aus: eine Startseite, für jede wichtige Leistung eine eigene Seite, eine Seite über Sie oder Ihr Team, Referenzen, Kontakt sowie Impressum und Datenschutz. Das sind meist fünf bis zwölf Seiten. In diesem Rahmen bewegen sich die Beispiele in diesem Ratgeber. Größere Auftritte mit Ratgeberbereich, Stellenangeboten, Shop oder mehreren Sprachen liegen entsprechend darüber.

Welche Posten in den einmaligen Website-Kosten stecken

Ein Angebot über „Website, 4.500 €“ sagt wenig. Erst wenn Sie die Posten kennen, können Sie Angebote vergleichen und sehen, wo Sie selbst etwas übernehmen können. Bei fast jedem Projekt tauchen dieselben Bausteine auf, nur unterschiedlich gewichtet.

Konzept und Seitenstruktur

Am Anfang steht die Frage, welche Seiten es gibt, was auf jeder Seite stehen muss und wohin der Besucher am Ende klicken soll. Das klingt nach Kleinkram, entscheidet aber, ob eine Website verkauft oder nur informiert. Ein gutes Konzept legt fest, welche Leistung welche eigene Seite bekommt, welche Fragen Kunden vor dem Kauf haben und wo die Kontaktmöglichkeit sitzt. Wie Sie diesen Teil selbst vorbereiten, beschreibe ich im Ratgeber zur Website-Struktur. Wer hier spart, bezahlt später mit Umbauten.

Design und Umsetzung

Das Design umfasst Farben, Schriften, Bildsprache und das Layout jeder Seitenart. Die Umsetzung bringt das in einen Baukasten, ein Content-Management-System wie WordPress oder in eigenen Code. Hier entstehen die größten Preisunterschiede. Eine angepasste Vorlage ist in wenigen Stunden fertig, ein komplett eigenes Design mit Abstimmungsrunden braucht ein Vielfaches. Für die meisten kleinen und mittleren Betriebe reicht ein sauberes, schnelles Layout, das zur Marke passt. Ein preisgekröntes Design bringt selten mehr Anfragen.

Texte

Texte sind der am häufigsten unterschätzte Posten. Viele Angebote setzen voraus, dass der Kunde sie liefert. In der Praxis verzögert genau das die meisten Projekte um Wochen, weil niemand im Betrieb Zeit zum Schreiben hat. Gute Website-Texte erklären in der Sprache der Kunden, was Sie anbieten, für wen und warum man Ihnen vertrauen kann. Sie beantworten die Fragen, die sonst am Telefon kommen. Ich habe als CMO bei Memberspot erlebt, wie stark Texte wirken: Der Monatsumsatz stieg dort in meiner Zeit von 300.000 auf 900.000 €, und die Conversion-Rate legte laut Referenzschreiben um 40 % zu. Das lag nicht an neuen Farben, sondern an klareren Botschaften und besser geführten Besuchern.

Bilder und Grafiken

Eigene Fotos von Team, Werkstatt oder Projekten wirken fast immer besser als Stockbilder. Ein Fotograf kostet je nach Region und Umfang einen eigenen Betrag, den Sie direkt erfragen sollten. Stockfotos sind günstiger, aber prüfen Sie die Lizenz: Nicht jede Plattform erlaubt jede Nutzung, und Abmahnungen wegen Bildrechten sind ärgerlich und vermeidbar. Bei KI-erzeugten Bildern gilt: Sie sparen Geld, wirken aber schnell austauschbar, wenn sie Personen oder Arbeitsplätze zeigen sollen.

Technik, Suchmaschinen und Rechtliches

Zur Technik gehören Einrichtung von Domain und Hosting, SSL-Verschlüsselung, Kontaktformular, Ladezeit-Optimierung und mobile Darstellung. Suchmaschinen-Grundlagen umfassen Seitentitel, Beschreibungen, saubere Überschriften, strukturierte Daten und die Anmeldung in der Google Search Console. Dazu kommen Impressum, Datenschutzerklärung und gegebenenfalls ein Cookie-Hinweis. Viele Angebote führen diese Punkte als Extras. Fragen Sie konkret nach, was im Preis enthalten ist.

Was kostet eine Website monatlich? Die laufenden Kosten

Nach dem Livegang hören die Kosten nicht auf. Die laufenden Posten sind meist überschaubar, summieren sich aber über die Jahre. Ich rechne bei Planungen immer mit drei Jahren, weil viele Lockangebote nach sechs oder zwölf Monaten enden und erst danach der echte Preis gilt.

Posten Typischer Preis (Stand Oktober 2026) Anmerkung
Domain (.de) 0,08 € im Monat für 12 Monate, danach 1,30 € im Monat (IONOS) Bei Baukästen oft im ersten Jahr inklusive
WordPress-Hosting 1 bis 10 € im Aktionszeitraum, danach 5 bis 20 € im Monat (IONOS) Preis je nach Speicher, Postfächern und Leistung
Baukasten-Tarif Jimdo 12 bis 50 €, Wix 16,66 bis 177,31 €, Squarespace 12 bis 69 € im Monat Jahreszahlung; Domain, Hosting und SSL inklusive
E-Mail-Postfächer häufig im Hosting- oder Baukasten-Paket enthalten Eigene Business-Postfächer kosten extra pro Nutzer
Wartung und Updates nach Vereinbarung mit dem Dienstleister Bei WordPress unverzichtbar, bei Baukästen übernimmt das der Anbieter
Lizenzen je nach Theme, Plugin oder App Jährlich wiederkehrend, gern übersehen

Die Preise für Domain und WordPress-Hosting stammen von IONOS, die Baukasten-Preise von Jimdo, Wix und Squarespace, jeweils laut Anbieterseite mit Stand Oktober 2026 und inklusive Mehrwertsteuer, bei Squarespace bei jährlicher Zahlung. Andere Anbieter liegen in ähnlichen Bereichen.

Vier Beispiele: Was eine Website im Monat und im Jahr kostet

Einzelposten sagen wenig, solange Sie nicht wissen, was am Ende auf dem Konto abgeht. Die folgenden vier Varianten zeigen typische Monats- und Jahresbeträge ohne Ihre eigene Arbeitszeit. Gerechnet ist jeweils mit dem regulären Preis nach dem Aktionszeitraum, laut Preisseiten der Anbieter mit Stand Oktober 2026.

Variante Was im Preis steckt pro Monat (regulär) pro Jahr
Baukasten Jimdo Grow Tarif mit Domain, Hosting, SSL, bis 50 Seiten 20 € 240 €
Baukasten STRATO Plus Domain dauerhaft inklusive, 2 Postfächer, bis 100 Unterseiten 12 €, in den ersten 12 Monaten 1 € 144 €
WordPress auf IONOS-Hosting (Tarif Grow) Hosting mit Domain, SSL und 5 E-Mail-Adressen 10 €, in den ersten 12 Monaten 1 € 120 € plus Lizenzen und Pflege
Online-Shop mit Shopify Basic Shop-System bei jährlicher Zahlung, Domain extra 27 € plus 2,1 % und 0,30 € je Kartenzahlung über Shopify Payments 324 € plus Gebühren

Für eine typische Firmenwebsite liegen die reinen Betriebskosten damit bei etwa 120 bis 250 € im Jahr. Teurer wird es durch drei Dinge: einen Wartungsvertrag, kostenpflichtige Erweiterungen und einen Shop, bei dem zur Grundgebühr Zahlungsgebühren pro Bestellung kommen. Wer eine Website erstellen lässt und sie auf eigenem Hosting betreibt, landet bei denselben Hosting-Beträgen wie in Zeile drei. Der Unterschied liegt dann nur darin, wer sich um Updates kümmert.

Worauf es beim Hosting-Preis ankommt

Beim Hosting entscheidet selten der Euro im Monat, sondern was im Paket steckt. Achten Sie auf einen Serverstandort in der EU, einen Vertrag zur Auftragsverarbeitung nach Art. 28 DSGVO, automatische Sicherungen und genug Postfächer für Ihr Team. Billigpakete sparen oft an der Leistung des Servers, und eine Website, die auf dem Smartphone lange lädt, verliert Besucher, bevor sie den ersten Satz gelesen haben. Für eine typische Firmenwebsite mit einigen Dutzend Seiten reicht ein einfaches Paket völlig. Teurer wird es erst bei Online-Shops, vielen Bildern, Videos oder hohem Besucheraufkommen.

Prüfen Sie außerdem, was ein Umzug kostet. Bei WordPress können Sie Ihre Website zu einem anderen Hoster mitnehmen. Bei Baukästen sind Website und Tarif fest verbunden, ein Wechsel bedeutet in der Regel einen Neuaufbau.

Wartung entscheidet über die Sicherheit

Ein Baukasten wird vom Anbieter gepflegt. Sie zahlen dafür mit dem monatlichen Tarif und mit weniger Freiheit. Bei WordPress und anderen selbst betriebenen Systemen sind Sie selbst verantwortlich: Kern, Theme und Plugins brauchen regelmäßige Updates, dazu kommen Sicherungen und ein Blick auf Fehlermeldungen. Wer das schleifen lässt, riskiert Sicherheitslücken und eine Website, die nach einem Jahr nicht mehr richtig funktioniert. Was zu einer guten Pflege gehört und wann sich ein Vertrag lohnt, beschreibe ich im Ratgeber Website-Wartung.

Inhalte aktuell halten

Der unsichtbarste laufende Posten ist Ihre Zeit für neue Inhalte: Referenzen ergänzen, Preise anpassen, Leistungen aktualisieren, gelegentlich einen Fachartikel schreiben. Eine Website, die zwei Jahre lang unverändert bleibt, verliert nicht sofort an Wert. Sie verschenkt aber Chancen bei Google und wirkt auf Besucher schnell verwaist, wenn die letzte Neuigkeit von 2023 stammt. Planen Sie dafür ein paar Stunden im Quartal ein, selbst gemacht oder beauftragt. Das sehe ich auch bei meinem eigenen Portal kistrategie.de, das ich seit 2020 betreibe: Eine Website, die Besucher bringen soll, ist nie ganz fertig.

Website im Abo mit monatlichen Raten

Einige Anbieter verkaufen Websites als Abo: kein oder ein geringer Startpreis, dafür ein fester Monatsbetrag über 24 oder 36 Monate, oft inklusive Hosting und kleiner Änderungen. Das schont die Liquidität am Anfang und kann für Betriebe sinnvoll sein, die keine größere Summe auf einmal ausgeben wollen. Rechnen Sie aber die gesamte Laufzeit zusammen und vergleichen Sie diese Summe mit einem Kauf. Klären Sie vor allem, was nach Vertragsende passiert: Gehört Ihnen die Website dann, können Sie sie mitnehmen, oder ist sie mit dem Ende des Abos weg? Bei manchen Abo-Modellen bleibt die Website Eigentum des Anbieters. Wer kündigt, fängt von vorn an.

Rechnen Sie Ihr Budget selbst durch

Bevor es um die Wege und Anbieter im Einzelnen geht, ein Werkzeug für Ihre eigene Rechnung. Im Website-Kostenrechner tragen Sie Ihre einmaligen und laufenden Posten ein, und das Blatt zeigt Ihnen die Kosten für das erste Jahr und für drei Jahre. Auf einem dritten Blatt rechnen Sie aus, was eine Anfrage über die Website für Sie wert ist und ab wann sich die Investition bezahlt macht.

Baukasten, WordPress, Freelancer oder Festpreis im Vergleich

Es gibt im Kern vier Wege zur eigenen Website, und jeder hat seine Berechtigung. Entscheidend ist, wie viel Arbeit Sie selbst leisten können und wollen und welche Rolle die Website für Ihr Geschäft spielt.

Homepage-Baukasten

Sie wählen eine Vorlage, ziehen Bausteine per Maus auf die Seite und tauschen Texte und Bilder aus. Technik, Hosting und Sicherheit übernimmt der Anbieter. Das ist der günstigste und schnellste Weg zu einer ordentlichen Online-Präsenz. Die Grenzen zeigen sich bei individuellen Funktionen, bei der Ladezeit großer Vorlagen und beim Umzug: Eine Wix- oder Jimdo-Website lässt sich nicht einfach zu einem anderen Anbieter mitnehmen. Die Details mit allen Anbietern finden Sie im Ratgeber Homepage-Baukasten im Vergleich.

WordPress selbst betreiben

WordPress ist das verbreitetste System überhaupt: Laut W3Techs laufen 40,1 % aller Websites damit (Stand 05.10.2026). Sie mieten Hosting, installieren WordPress, wählen ein Theme und erweitern es mit Plugins. Das ist flexibel und günstig im Betrieb, verlangt aber Einarbeitung und regelmäßige Pflege. Für Technikinteressierte eine gute Wahl, für Betriebe ohne Zeit oft eine Dauerbaustelle.

Website mit KI erstellen

Neu sind Werkzeuge, die aus wenigen Angaben eine komplette Website mit Texten und Bildern erzeugen. IONOS wirbt etwa damit, dass seine KI eine WordPress-Website „auf Basis weniger Angaben“ erstellt. Das spart Zeit beim Einstieg. Die Texte bleiben allerdings allgemein, wenn Sie nicht viel über Ihre Kunden und Ihr Angebot eingeben, und Fehler fallen erst auf, wenn ein Kunde sie findet. Was KI-Baukästen heute können und worauf Sie vor dem Livegang achten sollten, steht im Ratgeber Website mit KI erstellen.

Freelancer oder Agentur

Ein Profi übernimmt Konzept, Design, Umsetzung und je nach Vereinbarung die Texte. Abgerechnet wird nach Stunden oder als Pauschale. Der Vorteil ist eine Website, die zu Ihrem Betrieb passt und Ihre Arbeit spart. Der Nachteil: Ohne klares Briefing wachsen Aufwand und Rechnung. Agenturen arbeiten meist mit mehr Abstimmungsrunden und mehreren Beteiligten, was Qualität bringen kann, aber den Preis erhöht.

Festpreis mit Entwurf vorab

Bei diesem Modell sehen Sie die Website, bevor Sie sich festlegen. So arbeite ich bei siteerstellen.de: Nach einem Gespräch erstelle ich einen kostenlosen Entwurf, Sie zahlen nur, wenn er Ihnen gefällt, und ab der Freigabe ist die Website in etwa drei Tagen online. Der Preis liegt ab 1.000 € einmalig, Suchmaschinen-Grundlagen, Optimierung für KI-Suchen und verkaufspsychologisch aufgebaute Texte sind enthalten. Das Risiko einer teuren Fehlinvestition verschiebt sich damit vom Kunden zum Anbieter. Ein kostenloser Entwurf ist dabei kein kostenloses Webdesign. Prüfen Sie bei jedem Anbieter, der so arbeitet, ob der Endpreis vorher feststeht, was genau der Entwurf zeigt und ob Sie zu irgendetwas verpflichtet sind, wenn er Ihnen nicht gefällt. Wie der Ablauf im Einzelnen aussieht, steht auf der Startseite unter So läuft es ab.

Selbst bauen (Baukasten oder WordPress)

  • niedrige einmalige Kosten
  • laufender Tarif oder Hosting plus Pflege
  • Texte, Struktur und SEO machen Sie selbst
  • gut für Start und Nebenerwerb

Erstellen lassen

  • einmalige Investition, planbar per Festpreis
  • Texte und Struktur auf Anfragen ausgerichtet
  • Ihre Zeit bleibt beim Kerngeschäft
  • lohnt sich, sobald Aufträge über die Website kommen sollen

Was ein Homepage-Baukasten wirklich kostet

Baukasten-Anbieter werben mit niedrigen Monatspreisen. Der Haken liegt im Kleingedruckten: Viele Preise gelten nur bei Jahres- oder Zweijahreszahlung, und manche sind Einführungspreise, die nach einigen Monaten deutlich steigen. Die folgende Tabelle zeigt die Tarife der bekanntesten Anbieter laut deren Preisseiten, Stand Oktober 2026.

Anbieter Tarife pro Monat Bedingungen laut Anbieter
Jimdo Free 0 €, Start 12 €, Grow 20 €, Grow Legal 29 €, Unlimited 50 € 12 Monate Laufzeit, inkl. MwSt.; Free nur mit jimdosite.com-Adresse und 5 Seiten
Wix Light 16,66 €, Core 29,75 €, Business 40,46 €, Business Elite 177,31 € Jahresabo, vollständig im Voraus bezahlt, inkl. MwSt.; Domain ein Jahr gratis
IONOS MyWebsite Starter 6 € (danach 12 €), Plus 1 € (danach 18 €), Pro 18 € (danach 33 €) Einführungspreis für 6 bzw. 12 Monate, inkl. MwSt.
STRATO Basic 7 €, Plus 1 € (danach 12 €), Pro 18 € 12 Monate Laufzeit, inkl. MwSt.; Domain dauerhaft inklusive; bei Basic und Pro erster Monat 0 €
Squarespace Basic 12 €, Core 18 €, Plus 32 €, Advanced 69 € bei jährlicher Zahlung; monatliche Zahlung kostet mehr
Webflow Basic 15 US-Dollar, Premium 25 US-Dollar bei jährlicher Zahlung, Abrechnung in US-Dollar

Wofür Gratis-Tarife taugen

Fast jeder Baukasten hat einen kostenlosen Einstieg. Bei Jimdo heißt er Free und läuft laut Preisseite unter einer Adresse mit der Endung jimdosite.com, mit höchstens fünf Seiten. Zum Ausprobieren ist das ideal: Sie sehen, ob Ihnen die Bedienung liegt, bevor Sie bezahlen. Für ein Unternehmen ist eine Gratis-Website mit fremder Adresse aber keine Lösung. Kunden erwarten Ihren Firmennamen in der Adresse und in der E-Mail, und eine Subdomain des Anbieters wirkt auf viele wie ein Provisorium. Nutzen Sie den Gratis-Tarif als Testphase und planen Sie für den echten Auftritt mit einem bezahlten Tarif.

Rechenbeispiel über drei Jahre

Der Monatspreis allein führt in die Irre. Rechnen Sie deshalb immer die ersten drei Jahre zusammen, mit dem Preis, der nach dem Aktionszeitraum gilt. Bei IONOS MyWebsite Plus zahlen Sie laut Preisseite zwölf Monate je 1 € und danach 18 € im Monat. Über drei Jahre sind das 12 € plus 24 mal 18 €, zusammen 444 €. STRATO Plus kommt nach demselben Muster auf 12 € plus 24 mal 12 €, also 300 €. Bei Jimdo Grow sind es 36 mal 20 €, also 720 €. Wix Light kommt auf 36 mal 16,66 €, rund 600 €, wobei die Gratis-Domain nach dem ersten Jahr endet. Unter der Annahme, dass die heutigen Preise gleich bleiben, liegt ein ordentlicher Baukasten-Auftritt damit über drei Jahre bei etwa 300 € (STRATO Plus) bis 1.100 € (Wix Core, 36 mal 29,75 €).

Das ist wenig Geld für eine funktionierende Website. Es ist aber auch kein Gratis-Angebot, als das Baukästen oft wahrgenommen werden. Und es enthält keine Minute Ihrer eigenen Arbeit.

Was im Baukasten-Preis nicht enthalten ist

Der Tarif deckt Technik, Hosting und Vorlagen ab. Texte, Fotos, Seitenstruktur und die Frage, wie aus Besuchern Anfragen werden, liefern Sie selbst. Gleiches gilt für Suchmaschinen-Grundlagen: Die Baukästen bieten Eingabefelder für Seitentitel und Beschreibungen, ausfüllen müssen Sie sie aber selbst, und zwar mit den Begriffen, nach denen Ihre Kunden suchen. Rechtstexte sind bei einigen Tarifen dabei, bei Jimdo etwa im Tarif Grow Legal, bei Wix laut Preisseite im ersten Jahr kostenlos. Prüfen Sie, ob die Texte zu den Diensten passen, die Sie tatsächlich einbinden.

Was kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

Wenn Sie die Website erstellen lassen, bezahlen Sie in erster Linie Arbeitszeit. Der Freelancer-Kompass 2026 von freelancermap nennt einen durchschnittlichen Stundensatz von 103 € für Selbstständige im deutschsprachigen Raum, ermittelt aus den Angaben von 1.310 Befragten. Das ist ein Durchschnitt über alle Fachgebiete. Webdesigner und Entwickler liegen je nach Erfahrung und Region darüber oder darunter, Agenturen rechnen wegen ihrer Fixkosten meist höher.

Kosten nach Website-Typ: von der Visitenkarte bis zum Online-Shop

Mit diesem Durchschnitt lässt sich grob überschlagen, wohin ein Stundenhonorar führt. Die Stundenzahlen in der folgenden Tabelle sind meine Annahmen für typische Projektgrößen, keine Branchenwerte. Sie sollen ein Gefühl für die Größenordnung geben. Zum Vergleich steht daneben, welcher Baukasten-Tarif für denselben Zweck in Frage kommt, wenn Sie selbst bauen.

Website-Typ (Annahme) Stunden (Annahme) Erstellen lassen bei 103 € pro Stunde Selbst gebaut, Beispiel-Tarif laut Anbieter
Online-Visitenkarte, 3 bis 5 Seiten, Texte vom Kunden 15 1.545 € Jimdo Start 12 € im Monat
Landingpage für ein Angebot oder eine Kampagne 12 1.236 € Baukasten-Tarif der bestehenden Website
Website mit 5 Seiten, Texte vom Profi 25 2.575 € Jimdo Grow 20 € oder STRATO Plus 12 € im Monat
Firmenwebsite, 8 bis 12 Seiten, mit Texten 40 4.120 € Wix Core 29,75 € im Monat
Kleiner Online-Shop mit Zahlungsabwicklung 60 6.180 € Shopify Basic 27 € im Monat plus Zahlungsgebühren
Größerer Auftritt mit Ratgeber, Buchung, zwei Sprachen 80 8.240 € Wix Business 40,46 € im Monat

Zwei Hinweise zur Tabelle. Beim Shop ist die Erstellung nur ein Teil der Rechnung: Produkte anlegen, Fotos, Versandregeln und rechtliche Angaben zu Widerruf und Lieferung kosten oft mehr Zeit als das Design. Und bei allen Zeilen gilt: Ein Festpreis kann darunter liegen, wenn der Anbieter mit klaren Abläufen und Vorlagen arbeitet, ein Projekt mit vielen Abstimmungsrunden deutlich darüber.

Was kostet eine Website mit fünf Seiten?

Eine Website mit fünf Seiten, also Startseite, zwei Leistungsseiten, Über uns und Kontakt, kostet erstellen lassen rechnerisch etwa 1.500 bis 2.600 €, wenn man den durchschnittlichen Freelancer-Stundensatz von 103 € und 15 bis 25 Arbeitsstunden ansetzt. Der Unterschied hängt vor allem daran, wer die Texte schreibt. Selbst gebaut kostet dieselbe Website im Baukasten 12 bis 20 € im Monat, plus Ihre eigene Zeit. Impressum und Datenschutzerklärung kommen in beiden Fällen dazu, zählen aber meist nicht als eigene Leistungsseiten.

Was den Preis nach oben treibt

Die Stundenzahl wächst mit jedem Wunsch, der vorher nicht feststand. Typische Preistreiber sind:

  • Anzahl der Seiten, vor allem wenn jede Leistung eine eigene, ausführliche Seite bekommt
  • Texte vom Profi statt vom Kunden, inklusive Recherche, welche Begriffe Kunden bei Google eingeben
  • Funktionen wie Terminbuchung, Online-Shop, Mitgliederbereich, Konfigurator oder Mehrsprachigkeit
  • Eigenes Design statt angepasster Vorlage, mit mehreren Entwurfsrunden
  • Schnittstellen zu Warenwirtschaft, Kalender, Newsletter oder CRM
  • Unklare Entscheidungen, die zu Korrekturschleifen führen

Der letzte Punkt ist der teuerste. Wenn erst während der Umsetzung klar wird, was die Website eigentlich leisten soll, bezahlen Sie doppelt. Ein schriftliches Briefing mit Zielen, Zielgruppe und Seitenstruktur spart hier mehr Geld als jede Verhandlung über den Stundensatz.

Wo Sie sparen können, ohne Anfragen zu verlieren

Nicht jede Einsparung ist klug. Wer bei den Texten spart, spart an der Stelle, die über Anfragen entscheidet. Andere Posten lassen sich gut verkleinern:

  • Inhalte vorbereiten: Wenn Sie Leistungen, Preise, Einzugsgebiet, häufige Kundenfragen und ein paar Referenzen vorab aufschreiben, sinkt der Aufwand für Konzept und Texte deutlich, auch wenn ein Profi die Texte am Ende formuliert.
  • Fotos selbst machen: Ein aktuelles Smartphone und gutes Tageslicht reichen für Werkstatt-, Team- und Projektfotos oft aus. Authentische Bilder schlagen perfekte Stockfotos.
  • In Etappen bauen: Starten Sie mit Startseite, den wichtigsten Leistungsseiten und Kontakt. Ratgeber, weitere Leistungen oder eine zweite Sprache können später folgen.
  • Vorlage statt Eigendesign: Ein gut angepasstes, schnelles Layout reicht für die meisten Betriebe. Das Budget für ein komplett eigenes Design fließt besser in Inhalte.
  • Entscheidungen bündeln: Je weniger Personen mitreden und je früher Sie Feedback gesammelt geben, desto weniger Korrekturschleifen.

Stundensatz oder Festpreis

Bei Abrechnung nach Stunden tragen Sie das Risiko, dass das Projekt länger dauert. Bei einem Festpreis trägt es der Anbieter. Festpreise sind deshalb pro Stunde gerechnet oft nicht billiger, aber planbar. Achten Sie bei Festpreisen darauf, was genau enthalten ist: Wie viele Seiten, wie viele Korrekturrunden, wer schreibt die Texte, wer richtet Domain und Postfächer ein. Ein Festpreis ohne Leistungsbeschreibung ist nur ein Startpreis.

Was kostet eine Website bei einer Agentur?

Eine Website bei einer Agentur kostet in der Regel mehr als dieselbe Website beim Freelancer, weil mehr Menschen und mehr Abstimmung im Projekt stecken. Mir ist für Agentur-Stundensätze keine öffentliche Erhebung bekannt, die so breit angelegt ist wie der Freelancer-Kompass. Seriöse Agenturen nennen ihren Stunden- oder Tagessatz aber auf Nachfrage, und daraus können Sie selbst rechnen.

Der Mehrpreis entsteht meist an drei Stellen. Erstens Projektleitung: Jemand koordiniert Termine, Freigaben und Zuarbeiten, und diese Stunden stehen auf der Rechnung. Zweitens Rollen: Konzept, Design, Text und Entwicklung liegen bei verschiedenen Personen, die sich untereinander abstimmen. Drittens Fixkosten wie Büro und Vertrieb, die im Stundensatz stecken. Dafür bekommen Sie Vertretung bei Urlaub oder Krankheit, mehr Fachwissen in einzelnen Disziplinen und oft einen festen Ansprechpartner für Jahre.

Für einen mittelständischen Betrieb mit mehreren Abteilungen, Stellenangeboten und Abstimmungsbedarf im Haus kann eine Agentur die richtige Wahl sein. Für einen Handwerksbetrieb oder eine Beraterin mit fünf bis zehn Seiten ist sie selten nötig. Bitten Sie in jedem Fall um eine Aufstellung nach Leistungsbausteinen mit Stunden, nicht nur um eine Gesamtsumme. Dann sehen Sie, ob der Anteil für Projektleitung und Abstimmung zum Umfang Ihrer Website passt.

Woran Sie ein gutes Angebot erkennen

Ein seriöses Angebot für eine Website beschreibt die Leistung so genau, dass Sie es mit einem zweiten Angebot vergleichen können. Diese Punkte sollten Sie schwarz auf weiß finden:

  • Anzahl und Art der Seiten, die erstellt werden
  • Wer die Texte schreibt und wie viele Korrekturrunden enthalten sind
  • Welches System verwendet wird und ob Sie es selbst bedienen können
  • Welche Suchmaschinen-Grundlagen enthalten sind: Seitentitel, Beschreibungen, strukturierte Daten, Anmeldung bei Google
  • Ob Impressum, Datenschutzerklärung und Cookie-Einwilligung eingerichtet werden
  • Welche laufenden Kosten nach dem Livegang anfallen und wer sie abrechnet
  • Dass Domain, Inhalte und Zugänge Ihnen gehören
  • Einen Zeitplan mit Termin für den Livegang

Fehlen mehrere dieser Punkte, fragen Sie nach. Ein Anbieter, der darauf ausweichend antwortet, wird es bei Nachträgen nicht genauer nehmen.

Typische Vorhaben und ihr Aufwand

Wie viel Arbeit in einer Website steckt, hängt stark von der Branche und vom Ziel ab. Vier Beispiele aus dem Alltag zeigen die Unterschiede, ohne dass ich dafür feste Preise nennen kann.

Handwerksbetrieb: Hier zählen lokale Sichtbarkeit, eine Seite je Leistung, Fotos echter Projekte und ein schneller Weg zum Anruf. Die Zahl der Seiten ist überschaubar, der Aufwand steckt in Texten, die zur Region und zu den Suchbegriffen passen. Mehr dazu im Ratgeber Website für Handwerker.

Coach oder Berater: Die Website verkauft vor allem Vertrauen in eine Person. Wichtig sind eine klare Positionierung, eine überzeugende Über-mich-Seite, Stimmen von Kunden und eine einfache Terminbuchung. Technisch ist das wenig, inhaltlich viel.

Mittelständischer Betrieb: Mehrere Zielgruppen, etwa Kunden und Bewerber, mehrere Leistungsbereiche, oft Abstimmung mit mehreren Personen im Haus. Der Aufwand wächst weniger durch Technik als durch Abstimmung und die Menge an Inhalten.

Software-Anbieter (SaaS): Hier stehen Funktionsseiten, Preisseite, Vergleiche, Testzugang und oft ein Ratgeberbereich im Mittelpunkt. Ich habe für Memberspot erlebt, wie sehr eine solche Website über Wachstum mitentscheidet. Diese Websites wachsen ständig weiter und brauchen ein System, das das Team selbst pflegen kann.

Versteckte Kosten und typische Kostenfallen

Die meisten Ärgernisse rund um Website-Kosten entstehen nicht beim Angebot, sondern ein Jahr später. Aus meiner Arbeit im Digitalmarketing seit 2018 kenne ich die immer gleichen Fallen.

  • Lockpreise: Der Einführungspreis gilt sechs oder zwölf Monate, danach kostet der Tarif ein Vielfaches. Rechnen Sie immer mit dem regulären Preis.
  • Lange Laufzeiten: Günstige Monatspreise setzen oft Jahres- oder Zweijahresverträge voraus.
  • Kostenpflichtige Erweiterungen: Premium-Themes, Plugins und Baukasten-Apps kosten häufig jährlich, nicht einmalig.
  • Bildrechte: Fotos aus dem Netz ohne passende Lizenz können eine Abmahnung nach sich ziehen.
  • Änderungen nach Stundensatz: Jede kleine Textänderung kostet, wenn Sie das System nicht selbst bedienen können.
  • Gefangen beim Anbieter: Baukasten-Websites lassen sich nicht einfach exportieren. Ein Wechsel heißt meist Neubau.
  • Wem gehört was: Klären Sie, ob Domain, Inhalte und Zugangsdaten auf Ihren Namen laufen.

Eine weitere Kostenfalle ist schwerer zu greifen. In vielen Gesprächen mit kleineren Betrieben sehe ich Websites, die viel Geld gekostet haben, gut aussehen und trotzdem keine Anfragen bringen. Meist fehlt nicht das Design, sondern eine klare Antwort auf die Frage, warum ein Besucher genau hier anfragen soll. Dazu kommt, dass die Seiten bei Google nicht zu den Begriffen auftauchen, nach denen Kunden suchen. Solche Websites sind die teuersten, weil sie Geld kosten und nichts zurückgeben. Wenn Sie gerade so eine Website haben, lohnt sich eher ein gezielter Website-Relaunch als ein weiterer Anstrich.

Pflichten, die Kosten verursachen können

Neben Technik und Gestaltung gibt es rechtliche Anforderungen, die jede geschäftliche Website erfüllen muss. Sie kosten nicht zwingend Geld, aber Zeit oder Beratung, und wer sie ignoriert, riskiert Abmahnungen.

Impressum und Datenschutzerklärung

Nach § 5 des Digitale-Dienste-Gesetzes müssen Anbieter geschäftsmäßiger digitaler Dienste bestimmte Informationen „leicht erkennbar und unmittelbar erreichbar“ bereithalten, das bekannte Impressum. Dazu kommt eine Datenschutzerklärung nach der DSGVO, die beschreibt, welche Daten die Website verarbeitet: Kontaktformular, Server-Logs, eingebundene Karten, Videos oder Statistik-Werkzeuge. Für beides gibt es Generatoren, Abo-Dienste und Anwälte. Was davon passt, hängt von der Komplexität Ihrer Website ab. Wichtig ist, dass die Texte zu den tatsächlich eingesetzten Diensten passen und nach jeder Änderung angepasst werden.

Sobald Ihre Website Statistik-Werkzeuge, Werbe-Pixel oder externe Inhalte lädt, die Informationen auf dem Gerät des Besuchers speichern oder auslesen, brauchen Sie in der Regel eine Einwilligung. Ein Einwilligungs-Banner ist technisch kein großer Aufwand, muss aber richtig eingerichtet sein: Dienste dürfen erst nach der Zustimmung laden. Die einfachste und günstigste Lösung ist oft, auf unnötige Dienste ganz zu verzichten.

Barrierefreiheit

Seit dem 28. Juni 2025 gilt das Barrierefreiheitsstärkungsgesetz für bestimmte Produkte und Dienstleistungen, darunter Online-Angebote, über die Verbraucher Verträge abschließen. Kleinstunternehmen, die Dienstleistungen anbieten, sind nach § 3 Abs. 3 BFSG ausgenommen. Als Kleinstunternehmen gilt laut § 2 BFSG, wer weniger als zehn Personen beschäftigt und höchstens 2 Millionen Euro Jahresumsatz oder Jahresbilanzsumme hat. Ob das Gesetz Sie betrifft und was eine barrierearme Umsetzung kostet, klärt der Ratgeber barrierefreie Website. Unabhängig von der Pflicht gilt: Gut lesbare Kontraste, klare Überschriften und beschriftete Formulare helfen allen Besuchern.

Website-Kosten gegen Anfragen rechnen

Die Frage nach dem Preis ist nur die halbe Rechnung. Die andere Hälfte lautet: Was bringt die Website? Für einen Betrieb, der über seine Website Kunden gewinnen will, ist das die wichtigere Zahl. Ich habe bei YOPESO miterlebt, wie ein Unternehmen in drei Jahren von 30 auf 230 Mitarbeitende wuchs, und beim FinanzGuide von Wüstenrot & Württembergische ein Portal mit über 6 Millionen Kunden mit einem 80-köpfigen Team verantwortet. In beiden Fällen wurde die Website nicht als Kostenstelle betrachtet, sondern daran gemessen, wie viele Anfragen und Abschlüsse sie auslöst. Dieses Denken lohnt sich auch für einen Handwerksbetrieb mit fünf Mitarbeitenden.

So rechnen Sie den Wert einer Anfrage

Sie brauchen dafür drei Zahlen, die Sie aus Ihrem Betrieb kennen oder schätzen können: den durchschnittlichen Auftragswert, den Anteil davon, der nach Material- und Fremdkosten bei Ihnen bleibt, und Ihre Abschlussquote, also wie viele von zehn Anfragen zum Auftrag werden. Ein frei gewähltes Rechenbeispiel ohne Anspruch auf Allgemeingültigkeit:

  1. Auftragswert festlegen Ein Malerbetrieb nimmt als Beispiel 2.500 € pro Auftrag an.
  2. Deckungsbeitrag schätzen Bleiben davon nach Material und Fremdleistungen 40 % übrig, sind das 1.000 € pro Auftrag.
  3. Abschlussquote ansetzen Wird jede dritte Anfrage zum Auftrag, ist eine Anfrage rund 333 € wert.
  4. Kosten dagegenstellen Eine Website für 3.000 € hat sich in diesem Beispiel nach neun zusätzlichen Anfragen bezahlt gemacht.
  5. Zeitraum betrachten Bringt sie zwei Anfragen im Monat, ist das nach gut vier Monaten der Fall. Was danach kommt, ist Ertrag.

Ihre Zahlen werden anders aussehen. Das Prinzip bleibt: Sobald eine Website regelmäßig Anfragen bringt, wiegt der Unterschied zwischen 1.000 und 3.000 € Anschaffungspreis weniger als der Unterschied zwischen null und zwei Anfragen im Monat. Genau diese Rechnung finden Sie als eigenes Blatt im Kostenrechner zum Download.

Was eine Website anfragestark macht

Anfragen entstehen aus zwei Dingen: Die richtigen Menschen finden die Seite, und die Seite überzeugt sie. Gefunden werden heißt, dass Ihre Leistungsseiten bei Google und zunehmend auch in KI-Antworten zu den Begriffen auftauchen, die Ihre Kunden eingeben. Wie Sie das angehen, beschreibe ich im Ratgeber bei Google gefunden werden. Für lokale Betriebe ist außerdem ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil oft der schnellste Hebel, und das kostet nichts außer Zeit.

Überzeugen heißt: Der Besucher erkennt in Sekunden, dass er richtig ist, sieht Belege wie Referenzen und Bewertungen und findet einen einfachen nächsten Schritt. Ein Anrufknopf auf dem Smartphone, ein kurzes Formular, eine Terminbuchung. Für einzelne Angebote oder Kampagnen bringt eine eigene Landingpage oft mehr als die Startseite.

Sichtbarkeit kostet extra, aber nicht unbedingt Geld

Die Website selbst ist die Grundlage. Damit sie gefunden wird, braucht es entweder Zeit oder Werbebudget. Suchmaschinenoptimierung wirkt langsam, dafür dauerhaft: Seiten, die einmal gut ranken, bringen über Monate Besucher, ohne dass jeder Klick bezahlt wird. Werbung über Google Ads wirkt sofort, kostet aber pro Klick, und die Kosten hängen stark von Branche und Region ab. Viele kleine Betriebe kommen mit einer gut aufgebauten Website, einem gepflegten Unternehmensprofil und einigen Fachseiten ohne laufendes Werbebudget aus. Wichtig ist, dass Suchmaschinen-Grundlagen von Anfang an im Projekt stecken. Nachträglich eingebaut, kosten sie mehr.

Website-Budget planen in fünf Schritten

Mit den Posten und Preisen von oben können Sie Ihr Budget strukturiert planen. So gehe ich bei jedem Projekt vor, egal ob ich die Website selbst baue oder ein Kunde Angebote vergleicht.

  1. Ziel klären Soll die Website informieren, Vertrauen schaffen oder Anfragen bringen? Davon hängt ab, wie viel Arbeit in Texte und Struktur fließen muss.
  2. Seiten auflisten Schreiben Sie jede geplante Seite auf: Startseite, je Leistung eine Seite, Über uns, Referenzen, Kontakt, Rechtliches. Die Zahl der Seiten ist der wichtigste Kostentreiber.
  3. Eigenleistung ehrlich einschätzen Wer schreibt die Texte, wer liefert Fotos, wer pflegt die Website danach? Planen Sie Ihre Stunden mit einem realistischen Wert ein.
  4. Drei Jahre rechnen Einmalige Kosten plus 36 Monate laufende Kosten, mit regulären Preisen statt Aktionspreisen.
  5. Nutzen dagegenstellen Rechnen Sie aus, wie viele Anfragen die Website bringen muss, damit sie sich lohnt, und ob das realistisch ist.

Fazit: Welche Website-Kosten für Sie realistisch sind

Für eine reine Online-Visitenkarte reicht ein Baukasten. Wenn Sie gerade gründen, nebenberuflich starten oder die Website nur als Adresse für Menschen dient, die über Empfehlungen zu Ihnen kommen, sind 12 bis 30 € im Monat gut angelegt. In diesem Fall brauchen Sie weder mich noch eine Agentur, und ich rate Ihnen ehrlich, das Geld zu sparen. Mein Vergleich Homepage-Baukasten oder Webdesigner hilft bei der Wahl des Anbieters.

Sobald die Website Kunden gewinnen soll, verschiebt sich die Rechnung. Dann zählen Texte, Struktur und Sichtbarkeit bei Google mehr als der Monatspreis, und eine einmalige Investition von einigen Tausend Euro kann günstiger sein als jahrelanges Selbstbasteln ohne Anfragen. Planen Sie mit drei Jahren, rechnen Sie Ihre eigene Zeit mit und lassen Sie sich jedes Angebot mit Leistungsbeschreibung geben. Ein strukturiertes Website-Briefing macht Angebote vergleichbar.

Wenn Sie sehen möchten, wie Ihre Website aussehen könnte, bevor Sie Geld ausgeben: Ich erstelle Ihnen nach einem kurzen Gespräch einen kostenlosen Entwurf. Sie zahlen nur, wenn er Ihnen gefällt, und die genauen Kosten kennen Sie vorher.

Häufige Fragen

Was kostet eine einfache Website für ein kleines Unternehmen?

Eine einfache Website kostet im Baukasten rund 150 bis 500 € im Jahr, erstellen lassen einmalig etwa 1.000 bis mehrere Tausend Euro plus laufende Kosten für Domain und Hosting. Der Unterschied liegt in der Arbeit, die Sie selbst übernehmen: Texte, Struktur, Bilder und Suchmaschinen-Grundlagen. Wer diese Zeit nicht hat oder Anfragen erwartet, fährt mit einer erstellten Website meist günstiger, als es der Preis vermuten lässt.

Welche laufenden Kosten hat eine Website pro Monat?

Eine Website kostet laufend meist zwischen wenigen Euro und etwa 50 € im Monat, ohne Betreuung. Darin stecken Domain, Hosting oder Baukasten-Tarif, E-Mail-Postfächer und gegebenenfalls Lizenzen. Eine .de-Domain kostet bei IONOS nach dem ersten Jahr 1,30 € im Monat (Stand Oktober 2026). Wartung durch einen Dienstleister kommt als eigener Posten hinzu, wenn Sie Updates und Sicherungen nicht selbst übernehmen.

Wie viel kostet es, eine Website erstellen zu lassen?

Eine Website erstellen zu lassen kostet je nach Umfang einmalig ab etwa 1.000 €, größere Projekte schnell ein Vielfaches. Freelancer im deutschsprachigen Raum rechnen laut Freelancer-Kompass 2026 im Schnitt mit 103 € pro Stunde. Eine Website mit 30 Arbeitsstunden liegt damit bei gut 3.000 €, mit 80 Stunden bei über 8.000 €. Festpreisangebote machen die Kosten vorab planbar.

Was kostet eine Website mit fünf Seiten?

Eine Website mit fünf Seiten kostet erstellen lassen rechnerisch etwa 1.500 bis 2.600 €, selbst gebaut im Baukasten 12 bis 20 € im Monat. Grundlage der ersten Zahl sind 15 bis 25 Arbeitsstunden zum durchschnittlichen Freelancer-Stundensatz von 103 € laut Freelancer-Kompass 2026. Ob Sie die Texte selbst liefern oder schreiben lassen, macht den größten Unterschied. Dazu kommen Domain und Hosting, bei Baukästen sind beide im Tarif enthalten.

Was kostet eine Website bei einer Agentur?

Eine Website bei einer Agentur kostet in der Regel mehr als beim Freelancer, weil Projektleitung, mehrere Fachleute und Abstimmungen mitbezahlt werden. Eine allgemeingültige Zahl gibt es nicht, seriöse Agenturen nennen aber ihren Stunden- oder Tagessatz. Lassen Sie sich das Angebot nach Leistungsbausteinen mit Stunden aufschlüsseln. Für kleine Betriebe mit fünf bis zehn Seiten reicht meist ein Freelancer oder ein Festpreisangebot.

Ist ein Homepage-Baukasten günstiger als ein Webdesigner?

Beim Preis ja, bei den Gesamtkosten nicht immer. Ein Baukasten kostet laut Anbieterseiten im Oktober 2026 etwa 7 bis 40 € im Monat, über drei Jahre also mehrere Hundert Euro. Dazu kommt Ihre eigene Arbeitszeit für Aufbau, Texte und Pflege. Wenn die Website Anfragen bringen soll und Sie wenig Zeit haben, kann eine einmalig bezahlte Website auf Sicht günstiger sein.

Welche versteckten Kosten gibt es bei einer Website?

Die häufigsten versteckten Kosten sind Lockpreise, die nach sechs oder zwölf Monaten steigen, kostenpflichtige Plugins und Vorlagen, Bildrechte, Änderungen nach Stundensatz und der Umzug, wenn Sie den Anbieter wechseln wollen. Lassen Sie sich vor Vertragsschluss schriftlich geben, was nach dem ersten Jahr kostet und was Ihnen am Ende gehört.

Muss ich für eine Website Rechtstexte kaufen?

Sie brauchen ein Impressum und eine Datenschutzerklärung, kaufen müssen Sie sie nicht. Das Impressum ist nach § 5 Digitale-Dienste-Gesetz für geschäftsmäßige Websites Pflicht, die Datenschutzerklärung folgt aus der DSGVO. Generatoren, Anwälte oder Abo-Dienste für Rechtstexte kosten unterschiedlich viel. Entscheidend ist, dass die Texte zu den tatsächlich eingesetzten Diensten passen und aktuell bleiben.

Lieber gleich sehen, wie Ihre Website aussehen könnte?

Beantworten Sie ein paar kurze Fragen. Nach einem kostenlosen Gespräch sehen Sie Ihren Entwurf. Bezahlt wird nur, wenn Sie ihn behalten.

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Quellen

  1. Wix: Premiumpakete und Preise (Stand: Oktober 2026, Jahresabo, inkl. MwSt.)
  2. Jimdo: Preise und Pakete für Websites (Stand: Oktober 2026, 12 Monate Laufzeit, inkl. MwSt.)
  3. IONOS: Homepage-Baukasten MyWebsite (Stand: Oktober 2026, inkl. MwSt.)
  4. Squarespace: Preise (Stand: Oktober 2026, jährliche Zahlung)
  5. STRATO: Homepage-Baukasten (Stand: Oktober 2026, 12 Monate Laufzeit, inkl. MwSt.)
  6. Shopify: Preise (Stand: Oktober 2026, jährliche Zahlung, Kartengebühren Shopify Payments)
  7. Webflow: Pricing (Stand: Oktober 2026, jährliche Zahlung, US-Dollar)
  8. IONOS: Hosting für WordPress (Stand: Oktober 2026, inkl. MwSt.)
  9. IONOS: .de-Domain registrieren (Stand: Oktober 2026, inkl. MwSt.)
  10. freelancermap: Pressemitteilung Freelancer-Kompass 2026 (Stundensätze) (17.03.2026, DACH, 1.310 Befragte zum Stundensatz)
  11. W3Techs: Usage statistics of content management systems (Stand: 05.10.2026)
  12. § 5 DDG – Allgemeine Informationspflichten (Impressum)
  13. § 2 BFSG – Begriffsbestimmungen (Kleinstunternehmen)
  14. § 3 BFSG – Barrierefreiheitsanforderungen, Ausnahme für Kleinstunternehmen
Christoph Weingärtner

Christoph Weingärtner

Gründer von siteerstellen.de

Marketer aus Kirchheim unter Teck, seit 2018 im Digitalmarketing. Als CMO von Memberspot mitverantwortlich für das Wachstum von 300.000 auf 900.000 Euro Monatsumsatz, Betreiber von kistrategie.de. Baut Websites, die gefunden werden und Anfragen bringen.

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